Tageskliniken

Das Konzept einer gemeindenahen teilstationären Behandlung wurde mit der Einrichtung psychiatrischer Tageskliniken aufgegriffen. Mittlerweile betreibt das Klinikum sechs psychiatrische/psychotherapeutische, suchtmedizinische und Tageskliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie an den Standorten Pforzheim und Böblingen.

Am 02. Mai 1998 hat die in Kooperation mit der Evangelischen Heimstiftung Stuttgart betriebene psychiatrische Tagesklinik in Böblingen mit 25 Plätzen ihren Betrieb aufgenommen. Sie wurde im Jahr 2007 auf 40 Plätze erweitert. Seit Februar 2002 besteht ein zweites teilstationäres Angebot in der Psychiatrischen Tagesklinik in der „Alten Mühle“ in Pforzheim-Eutingen mit 30 Plätzen.

Des Weiteren, angegliedert an das Krankenhaus Böblingen, wurde im April 2008 die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 24 Betten eröffnet.

Seit Mitte 2013 werden die teilstationären Angebote ergänzt mit zwei suchtmedizinischen Tageskliniken in Pforzheim und Böblingen mit jeweils 18 Plätzen.

Die tagesklinische Behandlung verbindet die Vorteile eines intensiven Behandlungsangebotes mit der Möglichkeit, die Abende und Wochenenden im vertrauten häuslichen Bereich zu verbringen und dabei auftretende Probleme im alltäglichen Lebensumfeld unmittelbar in die Therapie miteinzubringen. Die Behandlungskonzepte sind auf einen Behandlungszeitraum von fünf bis etwa sechs Wochen durchschnittlich angelegt, die Behandlung erfolgt Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 8:30 Uhr und 16:00 Uhr.

Die intensive therapeutische Behandlung ist dann sinnvoll, wenn ambulante Behandlungsmöglichkeiten zwar nicht ausreichen, gleichzeitig aber ein vollstationärer Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt werden soll.

Wie erfolgt die Aufnahme in die Tagesklinik?

Falls die Patienten nicht aus einer vollstationären Behandlung in die jeweilig zuständigen Tageskliniken übernommen werden, erfolgt die Behandlung über Krankenhauseinweisung.

Vor der Aufnahme findet dann ein Vorgespräch zum gegenseitigen Kennenlernen, zur Klärung der Indikation, der Motivation und des weiteren Vorgehens statt.

Einweisen können niedergelassene Fachärzte oder Kliniken, in bestimmten Fällen auch andere an der ambulanten Versorgung teilnehmender niedergelassene Ärzte.