Elektrokrampftherapie

Die Elektrokrampftherapie (EKT) ist ein bewährtes und etabliertes Stimulationsverfahren. Ihre Wirksamkeit beruht auf der kontrollierten Auslösung eines generalisierten Krampfanfalls unter Kurznarkose.

Bei der EKT wird durch eine kurzzeitige Gabe eines Stromstoßes auf eine oder auch beide Seiten des Schädels ein generalisierter epileptischer Krampfanfall ausgelöst. Die EKT wird in einer Kurzzeit-Vollnarkose mit Muskelrelaxation durchgeführt.  Die Patienten bekommen deshalb weder von dem Stromstoß noch von dem nachfolgenden Anfall etwas mit. In der Regel werden 9-12 EKT Anwendungen in Abständen von 2 -3 Tagen durchgeführt.

Die EKT wird nur bei Behandlungsversagen anderer Therapieverfahren angewendet oder in den sehr seltenen Fällen, in denen ein rascher und deutlicher Therapieerfolg aus allgemeinmedizinischen oder psychiatrischen Gründen dringend anzustreben ist (perniziöse Katatonie).

Die Risiken der Behandlung entsprechen im Wesentlichen denen einer Narkose. Die Hauptnebenwirkungen beziehen sich meist auf vorübergehende kognitive Beeinträchtigungen. Es kommt bei heutiger Durchführungsweise nicht zu hirnstrukturellen Veränderungen.

Die Hauptindikation der EKT besteht in der Anwendung bei schweren therapieresistenten Depressionen. Die Wirksamkeit der EKT wird derzeit bei 80-90% angegeben und liegt damit höher als bei den üblichen modernen antidepressiven Therapien mit einer Kombination aus antidepressiver Medikation und Psychotherapie. Allerdings ist das Rückfallrisiko in den ersten Monaten nach erfolgreicher EKT relativ hoch. Auch bei Therapieresistenz bei bipolaren Störungen ist die Wirksamkeit der EKT belegt.

Um die sehr hohe Sicherheit der EKT zu gewährleisten, muss vor deren Durchführung eine ausführliche medizinische Anamnese erhoben werden. Insbesondere Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit oder eine zerebrales Aneurysma erfordern eine sorgfältige Risikoabwägung.

Kliniken
Klinik für Alterspsychiatrie & Psychotherapie I
Klinik für Alterspsychiatrie & Psychotherapie I

Die Klinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie I des Klinikums Nordschwarzwald nimmt stationär psychiatrisch behandlungsbedürftige Patienten im Alter über 65 Jahre aus dem gesamten Einzugsgebiet des Klinikums auf, mit einem Schwerpunkt auf der Behandlung von depressiven Erkrankungen. 

Klinik für Alterspsychiatrie & Psychotherapie II

Die Klinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie II des Klinikums Nordschwarzwald nimmt stationär psychiatrisch behandlungsbedürftige Patienten im Alter über 65 Jahre aus dem gesamten Einzugsgebiet des Klinikums auf, mit einem Schwerpunkt auf der Behandlung von Demenzerkrankungen. 

Klinik für Psychiatrie & Psychotherapie I
Klinik für Psychiatrie & Psychotherapie I

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I des Klinikum Nordschwarzwald stellt mit seinen insgesamt 4 Stationen ein differenziertes Angebot für Behandlung unterschiedlicher seelischer und psychischer Störungen zur Verfügung.

Klinik für Psychosomatische Medizin & Psychotherapie
Elektrokrampftherapie

Im Zentrum für Psychiatrie Nordschwarzwald stehen 22 stationäre Behandlungsplätze am Zentrum in Calw-Hirsau und 27 im Krankenhaus Leonberg zur Verfügung. In der Psychosomatik werden Erkrankungen unter körperlichen und psychischen Gesichtspunkten betrachtet.

Klinik für Suchtmedizin
Elektrokrampftherapie

Die Klinik für Suchtmedizin umfasst neben 3 Stationen im Klinikum Nordschwarzwald die suchtmedizinischen Tageskliniken in Böblingen und Pforzheim. Damit stehen 64 vollstationäre und 36 teilstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung.

Psychiatrische Tagesklinik Pforzheim
Psychiatrische Tagesklinik Pforzheim

Mit 30 Plätzen behandelt die Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Pforzheim-Eutingen psychisch kranke Patienten aus der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis sowie den nähergelegenen Gemeinden der angrenzenden Landkreise.