Trägerwechsel bei der Psychiatrischen Tagesklinik am Maienplatz in Böblingen – bewährte Arbeit unter neuen Vorzeichen

Im Jahr 1998 wurde die psychiatrische Tagesklinik am Maienplatz in Böblingen als eine der ersten ihrer Art in Baden-Württemberg eröffnet, zugleich ist sie auch eine der größten. Bereits seit der Eröffnung wurde sie in einer erfolgreichen Kooperation zwischen der Evangelischen Heimstiftung und dem Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Calw - Klinikum Nordschwarzwald gemeinsam betrieben. Dabei war die Evangelische Heimstiftung für die Infrastruktur und die administrativen Aufgaben zuständig, während das Personal und das fachliche Know-how durch das ZfP beigesteuert wurde.

Nicht zuletzt durch eine in der Umsetzung und im Betrieb aufwendige gesetzliche Änderung des Entgeltsystems in der Psychiatrie, die im Jahr 2018 deutschlandweit und ausnahmslos realisiert werden muss, entschloss sich die Evangelische Heimstiftung sich auf ihre Kernkompetenz, den Betrieb von Senioren- und Pflegeheimen zu konzentrieren. Somit wechselte die Trägerschaft auf den langjährigen Partner, das ZfP Calw, der in allen seinen Einrichtungen den entsprechenden Anpassungsschritt zum 01.01.2018 geplant und zwischenzeitlich vollzogen hat. Für die Patienten, Mitarbeiter, Kooperationspartner sowie das weitere Umfeld ändert sich, mit Ausnahme der Abrechnung und des Logos in der Firmierung, nichts Wesentliches, da die Änderungen im Hintergrund vollzogen wurden und die erfolgreiche Zusammenarbeit so auch weiterhin zum Ausdruck kommt. Die Evangelische Heimstiftung ist weiterhin Eigentümer des Gebäudes, welches durch das ZfP gemietet wird. Alle Dienstleistungen rund um die Hauswirtschaft werden in langjährig bewährter Art und Weise seitens der Evangelischen Heimstiftung erbracht.

Auch wenn die erforderlichen Umstellungen, den größten Part nahm hierbei der Wechsel des EDV-Systems ein, zunächst gar nicht so aufwendig erschienen, zogen sich diese doch über ein Jahr hin. Dies unter anderem auch dadurch bedingt, dass mit den Krankenkassen die Budgetvereinbarung sowie die Abrechnungsmodalitäten anzupassen waren. Nachdem die letzten Schritte nun erfolgreich vollzogen werden konnten, kann die weitere Zielstellung – durch eine Homogenisierung der EDV-Systeme die Dokumentation effizienter zu gestalten um somit noch mehr Zeit für die Kernaufgabe, die Behandlung der Patienten einsetzen zu können – angegangen werden.

Ein großer Dank gebührt allen Kollegen/innen in der Tagesklinik am Maienplatz, die während der täglichen Routine die Umstellungsarbeiten aktiv mit begleiteten und dabei mit Rat und Tat durch die Fachabteilungen der beiden „Stammhäuser“ unterstützt wurden.