Stationärer Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Böblingen offiziell eröffnet

CALW/BÖBLINGEN (ZFP) Am Freitag, den 25. Januar 2019 wurde in den Räumlichkeiten der seit 2004 bestehenden Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des ZfP Calw in Böblingen die Eröffnung des 27 Betten großen, stationären Bereichs, der als Ergänzungsbau auf der bereits bestehenden Psychiatrie in 2018 aufgesetzt wurde  , feierlich begangen.

Der Schritt die Klinik von Calw-Hirsau zu verlagern sei eine Entscheidung für den Ausbau der gemeindenahen Versorgung, schließlich stammt ein Großteil der jungen Patientinnen und Patienten aus dem Raum Böblingen und den umliegenden Versorgungsgebieten, welche bis in den südlichen Landkreis Ludwigsburg reichen. Die Vorbereitungen und der Umzug an sich waren in Folge der baulichen Herausforderungen und auch mit Blick auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen eine anspruchsvolle Aufgabe die insgesamt drei Jahre gedauert hat.

Nach dem Motto „Was lange währt, wird endlich richtig gut, wenn nur alle Beteiligten die Ruhe bewahren“, konnten dann im vergangenen August die Kinder- und Jugendstation des Klinikums Nordschwarzwald vom Lützenhardter Hof in Calw-Hirsau ihren Umzug nach Böblingen antreten. Neben den neuen Räumlichkeiten wurden auch die Einrichtung und Ausstattung neu beschafft, so dass Patienten und Mitarbeiter in einer durch und durch neuen Klinik beginnen konnten.

Mittlerweile ist in der neuen Beheimatung der Klinik bereits ein wenig Alltag eingezogen, so dass sich die kleine Gruppe der Besucher beim Gang über die ansprechend gestalteten Stationen ein gutes Bild machen konnte

Die Feierlichkeiten wurden eingeleitet durch offizielle Grußworte der Geschäftsführung und des Landkreises Böblingen sowie Fachvorträge seitens zweier Kooperationspartner der Klinik: Frau Prof. Dr. Renate Schepker vom ZfP Südwürttemberg referierte über „Systemsprenger, Systeme und Klinik“, ergänzt durch den Beitrag „Frühe Kindheitsbelastungen und Trauma als Herausforderung in der Versorgung“ des Ärztlichen Direktors der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikum Ulm, Herrn Prof. Jörg M. Fegert.

Somit stand die Veranstaltung auch ganz im Zeichen   einer fachlich-wissenschaftlichen Betrachtung der zeitaktuellen Herausforderungen in der Behandlung von psychisch Erkrankten Kinder- und Jugendlich und  dem, was die Mitarbeiter der Klinik und ihre Kooperationspartner vor Ort im Rahmen ihrer täglichen, bedeutenden Arbeit umtreibt.

Diese Herausforderungen werden mit der nun geschaffenen noch engeren Verbindung mit der Pädiatrie des Klinikums Böblingen merkliche Verbesserungen in der ganzheitlichen Behandlung erkrankter Kinder und in der Begleitung der Angehörigen bringen - davon sind alle Beteiligten überzeugt - und später am Flugfeldklinikum erfolgreich weitergeführt und nochmals ausgebaut werden.

Zum Schluss  tauschte sich  die aus Fachleuten und Mitarbeitern bestehende Zuhörerschaft  in lebhaft-angeregter Diskussion bei einem  abschließenden Imbiss.

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Das Zentrum für Psychiatrie Calw (ZfP) ist Fachkrankenhaus mit differenziertem Versorgungsangebot für die mehr als eine Million Einwohner im nördlichen Schwarzwald.

Der Geschäftsbereich Krankenhaus gliedert sich in die Fachbereiche Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Alterspsychiatrie und –psychotherapie, Suchtmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

Mit seinen Kliniken, Tageskliniken, dem Psychiatrischen Behandlungszentrum, der Psychiatrischen und kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz, dem Zentrum für Schlafmedizin sowie dem Maßregelvollzug, deckt das Zentrum als Teil der ZfP-Gruppe Baden-Württembergs das gesamte psychiatrische Versorgungspektrum ab. Jährlich werden über 6.000 Patienten stationär, teilstationär und ambulant behandelt. Insgesamt beschäftigen wir rund 1.000 Mitarbeiter verschiedenster Berufsgruppen.

 

Informationen unter:
https://www.kn-calw.de/klinik-fuer-kinder-jugendpsychiatrie-psychotherapie-boeblingen